Brandenburg erinnert an Befreiung vom Nationalsozialismus

 

Kienitz, 31. Januar 2020

 

 

 

 

Am 31. Januar 1945 hatten Soldaten der Roten Armee bei Kienitz erstmals die Oder in Richtung Westen überquert und einen Brückenkopf errichtet.

 

An der zentralen Gedenkveranstaltung legten Brandenburgs Ministerpräsident und Prä­si­dent des Bun­des­ra­tes Dietmar Woidke (SPD), der russische Botschafter Sergej Netschajew, Präsidentin des Landtages Brandenburg Prof. Dr. Ulrike Liedtke, Vorsitzende des Deutsch-Russischen Forums e.V., Matthias Platzeck (SPD), Landesvorsitzender des Volksbundes Deutsche Gunter Fritsch und der Landrat von Märkisch Oderland Gernot Schmidt Kränze am Panzerdenkmal und am Denkmal für die „Opfer des Zweiten Weltkrieges“.

Informationen zu den Gedenkreden am Panzerdenkmal

 

 Friedensforum

 

Landtagspräsidentin Prof. Dr. Liedtke eröffnete das Friedensforum zum 75. Jahrestag der Brückenkopfbildung in Kienitz, an der ca. 150 Gäste teilnahmen. Die Märkische Oderzeitung vom 01.02.2020:

 

„Beim Friedensforum griff Moderator Christian Steyer den Gedanken von Gernot Schmidt zu den unterschiedlichen Wahrheiten auf. Es gab einen regen, mit persönliche Erinnerungen geführten Meinungsaustausch zwischen dem Vorsitzenden des Landesverbandes des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Gunter Fritsch, Matthias Platzeck und Helmut Domke, der 1992 den Abzug der GUS-Streitkräfte koordinierte, zu den deutsch-russischen Beziehungen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.“

Leider konzentriert sich der Moderator mit seiner Fragestellung vor allem auf Aspekte der kirchlichen Opposition in der DDR und persönliche Erlebnisse mit den „Russen“ und bei Studienaufenthalten in „Russland“. Leider wurden aktuelle Probleme des Verhältnisses zu Russland und der Auseinandersetzung mit Versuchen, der Sowjetunion eine Kriegsschuld anzulasten, vollständig ausgespart.

 

Schade, es war kein Friedensforum, sondern ein Podiumsgespräch über einen Teil der DDR-Geschichte. Erst als das Mikrofon für die Gäste geöffnet wurde, konnten Zeitzeugen über ihre Begegnungen mit den Rotarmisten berichten und aktuelle Ereignisse angesprochen werden.  

Leider konnte aus gesundheitliche Gründen Oberst a. D.  Strelnikow, Stellv. Chef des Stabes der Westgruppe der Truppen (bis 1994) am Friedensforum nicht teilnehmen. Er schrieb einen Brief, der zum Nachdenken anregt.

 

Vortrag am 08.02.2020 Artikel der MOZ vom 14.02.2020

 

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Vorgesehener Vortrag Oberst a. D. Strelnikow
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Interview mit dem außerordentlichen und bevollmächtigten Botschafter der Russischen Föderation in der Bundesrepublik Deutschland
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© Berliner Unterwelten e.V. / Philipp Dase
© Berliner Unterwelten e.V. / Philipp Dase

 

"Mythos Germania - Vision und Verbrechen"

 

 

Eine Veranstaltung der Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V. und des Deutschen Bundeswehr Verbandes

Datum: 11. September 2019

Ort: Ausstellung Germania, Berliner Unterwelten e. V. Brunnenstraße 105 , 13355 Berlin

Referent: Gerd-Ulrich Herrmann

Führung: Jürgen Wedemeyer, Mitglied des Vorstandes der Berliner Unterwelten e. V.

Weitere Informationen: https://www.gsp-sipo.de/organisation/landesbereich-vii/strausberg-k-wusterhausen?tx_sfeventmgt_pievent%5Baction%5D=detail&tx_sfeventmgt_pievent%5Bcontroller%5D=Event&tx_sfeventmgt_pievent%5Bevent%5D=2908&cHash=99739d2b3f754e960e152e63356f2f8b


Information in der Zeitschrift "Die Bundeswehr", September 2019

 

"Der Vortrag des Historikers Oberstleutnant a. D. Gerd-Ulrich Hermann war in zwei Teile gegliedert, in den ersten Teil, der sich den Ereignissen um den 20. Juli 1944 widmete und in einen zweiten Teil, der über das Adelsgeschlecht derer von Hardenberg informierte. Dieser zweite Teil hatte einen unmittelbaren Zusammenhang zum Attentat auf Hitler 1944 als Ort seiner konspirativen Vorbereitung, aber auch einen direkten zum Ort der Veranstaltung, dem ehemaligen von-Hardenberg-Besitz.
Umfangreich und tiefgründig recherchiert wurden die Herkunft der Personen und ihre Gründe, einen tödlichen Anschlag auf Hitler vorzubereiten und durchzuführen, dargelegt. Deutlich wurde der Widerspruch zwischen Gewissen und Handlungssinn der am Anschlag aktiv beteiligten Personen, der eine von ihnen erhoffte Beendigung des Krieges nicht lösen konnte und an der geopolitischen Situation und militärischen Lage scheitern musste. In der politischen Zwiespältigkeit unserer Zeit scheint es wohl nicht nur den Historikern schwer zu fallen, die Ereignisse um den 20. Juli 1944 geschichtsdeutend einzuordnen."

 

 

 

(Quelle und weitere Fotos unter: http://www.dbwv-strausberg.de/)

 

Veranstaltungen in Strausberg:

Linkes und mittleres Foto: Vortragsreihe des Verein Akanthus am 31.07.2019: „Der 20. Juli 1944. Gehorsam, Verantwortung und Gewissen"  

Rechtes Foto: Gedenken im Kommando des Heeres am 20.07.2019 


Politische Bildung am historischen Ort

zum 75. Jahrestag des Attentates

20. Mai 2019 im Schloss Neuhardenberg mit einer Gruppe der Bundeswehr zu den Themen:

 

"Deutsche Offiziere im Widerstand. Vermächtnis und Traditione" und 

"Carl Hans Graf von Hardenberg - ein Offizier des 20. Juli"

 


 

Zum Volkstrauertag 2019

In Erinnerung an Major Rudolf Hradezky (4. April 1914-11. März 1945)  

Am Sonntag, 19. November 2017, gedenken viele Menschen an den Gräbern der Toten beider Weltkriege. In den letzten Jahren gelang es zahlreiche Soldatenschicksale zu klären. Darunter auch das von Major Rudolf Hradezky, der nach seinen Frontverwendungen in Polen, Frankreich und der Sowjetunion als Waffenoffizier ausgebildet wurde. 1944 übernahm er als Kommandeur die Lehrabteilung I der Heeresfeuerwerksschule Berlin-Lichterfelde. Nachdem die sowjetischen Verbände Ende Januar 1945 die Oder erreichten und Küstrin eingeschlossen wurde, erfolgte seine Versetzung in die alte Festungsstadt. Am 8. März fanden in der dortigen Neustadt heftige Kämpfe statt, bei denen der Major schwer verwundet wurde. In den Nachtstunden erfolgte seine Verlegung durch den noch einzigen offenen Weg, dem berühmten Schlauch von Gorgast, über Seelow ins Lazarett Strausberg. Wo Major Hradecky am 11. März 1945 verstarb.

Auf dem nahe gelegenen städtischen Friedhof fand er in einem Einzelgrab seine Ruhe (linkes Bild unten). Diese Grabstelle existiert heute nicht mehr. Nach der Umbettung fand er seine letzte Ruhe auf der neu angelegten Kriegsgräberstätte Strausberg. Ein Kreuz erinnert an Major Hradezky (Bild rechts).

(Leider wurde sein Name auf dem neuen Gedenkstein falsch geschrieben.)

Gerd-Ulrich Herrmann informiert Andrzej Toczewski, der in Kostrzyn nad Odrą aufwuchs, über neue Dokumente
Gerd-Ulrich Herrmann informiert Andrzej Toczewski, der in Kostrzyn nad Odrą aufwuchs, über neue Dokumente

Der 74. Jahrestag des Endes der Schlacht um Küstrin

 

Vor 74 Jahren hat die Rote  Armee  nach einer zweimonatigen Belagerung die Festung Küstrin erobert. Über diese Ereignisse vom Februar und März 1945 schrieben mehrere Autoren:  in polnischer, deutscher und englischer Sprache.

 

Zum Podiumsgesprach trafen sich:

  • Torsten Fudel,
  • Gerd-Ulrich Herrmann,
  • Andrzej Toczewski

 

 



  Wilhelm von Oppen (1882-1938)

„Wilhelm von Oppen wurde als Sohn von Generalleutnant Karl August von Oppen
und Marie-Luise von Itzenplitz am 15. März 1882 in Breslau geboren. Sein Großvater
mütterlicherseits war der Staatsminister im Bismarckministerium, Heinrich August
Graf von Itzenplitz. Einen großen Teil seiner Kindheit verlebte v. Oppen auf dem
elterlichen Gut Altfriedland. ...
Im Elternhaus, auf der Ritterakademie in Brandenburg und während seiner
militärischen Dienstzeit konservativ erzogen bzw. beeinflusst, blieb Wilhelm von
Oppen zeitlebens dieser Einstellung „treu“.
Davon zeugt auch ein Fund aus dem Jahr
1949. Während Abrissarbeiten einer Scheune auf dem ehemaligen Bollersdorfer
Gutshof fand man einen von ihm 1922 geschriebenen Zettel. „Die Knute des Feindes
schwebt über uns. Sie knebeln und knechten uns ... Unsere Regierung liegt winselnd
vor dem Feind auf den Knien ...“
Auszug – Märkisch-Oderland – Jahrbuch 2018 – Gerd-Ulrich Herrmann

16. Oktober 2018 in Refelde (Heimatstube)

 

Vortrag:

 

Generalfeldmarschall Georg Freiherr von Derfflinger - der Moltke des Großen Kurfürsten

 "Unter den Generälen des Kurfürsten hatten der alte Derfflinger und Prinz Hans-Georg von An­halt das größte Ansehen. Der Prinz von Anhalt galt als weise und Derfflinger als verwegen, letzterer diente seinem Herrn bei der überraschenden Einnahme von Rathenow, bei der Ver­folgung der Schweden nach der Schlacht bei Fehrbellin und beim Vorantreiben der außeror­dentlichen Schnelligkeit der Truppen beim preußischen Feldzug."      (Friedrich II.)

 



Vortrag am 26. September 2018

 

17.00 Uhr

 

Stadtmuseum Strausberg

 

15344 Strausberg

 Artur-Becker-Straße 33

 Anmeldung: 03341-23655

Eintritt: 3,00 €

 

 

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Traditionsreiche Kaserne im Norden der Stadt
Artikel der MOZ vom 20.09.2018
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27. Juni 2018: Bericht der Sektion Strausberg – Königs Wusterhausen

 "Auf Exkursion im Raum Küstrin"

 von Helmut Schack

siehe: https://gsp-sipo.de/lb7/nachschau/strausberg_nachsch_270618.htm


 

 Die Titelgeschichte "Militär&Geschichte" der Ausgabe April/Mai 2018

 

"Die Schlacht um die Seelower Höhen. Entscheidungsschlacht an der Oder"

 

Autor: Gerd-Ulrich Herrmann (Leiter der Gedenkstätte Seelower Höhen von 2002 bis 2016)

 

Im Experten-Interview: Frau Kerstin Niebsch (seit 2016 - 2018 Leiterin der Gedenkstätte Seelower Höhen)

Preis: 4,20 €

 

Weitere Publikationen siehe


Vortrag in der Bundeswehrkameradschaft Strausberg

Artikel in: "Die Bundeswehr", Juni 2017, Seite 81

 

Ein weiterer Schwerpunkt des Vortrages und der anschließenden Diskussion war die Erinnerungs- und Gedenkkultur am Beispiel der Gedenkstätte Seelower Höhen und der Kriegsgräberstätten in Märkisch-Oderland.


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Rezensionen des Buches "Festung Küstrin 1945. Anspruch und Wirklichkeit"
Aus "Die Bundeswehr" Ausgabe 01/2017
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