Frau Katarzyna Woniak und Gerd-Ulich Herrmann im Gespräch mit Jugendlichen
Frau Katarzyna Woniak und Gerd-Ulich Herrmann im Gespräch mit Jugendlichen

Politische Bildung: "25 Jahre deutsch-polnischer Nachbarschaftsvertrag. Aussöhnung und Differenzen zwischen Partnern“

In der Gedenkstätte Seelower Höhen führte der Förderverein Oberstufenzentrum Strausberg bereits mehrfach von der Brandenburgischen Landeszentrale für Politische Bildung geförderte thematische Veranstaltungen durch.

Am 12. Oktober 2016 diskutierten die Jugendlichen über das Zusammenleben im grenznahen Raum und über aktuelle politische Probleme im Nachbarland. Frau Dr. Woniak vom Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften stellte sich den Fragen der Gruppe.

Nach der lebhaften Diskussion bildete das Thema „Die Gedenkstätte Seelower Höhen – eine europäische Erinnerungslandschaft an Krieg und Frieden“ den Abschluss der kurzweiligen Veranstaltung. Leider konnte die Leiterin der Gedenkstätte den Vortrag und die Diskussionsführung nicht persönlich übernehmen. So sprang der ehemalige langjährige Leiter, Herr Gerd-Ulrich Herrmann, ein.

 


Während der Führung in Seelow (Foto Stiftung Aufarbeitung)
Während der Führung in Seelow (Foto Stiftung Aufarbeitung)

Weiterbildung an historischen Orten

Am 15. September 2016 weilte Frau Dr. Anna Kaminsky und die Mitarbeiter der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Dikatur in der Gedenkstätte Seelower Höhen. Bereits während der Fahrt wurden die Gruppe über das sowjetische Waldlager Hoppegarten bei Müncheberg informiert, in dem mehr als 20.000 Rotarmisten nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges untergebracht waren. In Seelow stand die Geschichte des Erinnerungsortes und dessen Einbindung in die Erinnerungskultur der DDR im Mittelpunkt der Führung. Anschließend besuchte die Gruppe das Festungsmuseum Kostrzyn und die zerstörte Altstadt von Küstrin.


Am Forsthaus Hammer (Foto Eichler/Schwarz)
Am Forsthaus Hammer (Foto Eichler/Schwarz)

Landeskommando Thüringen: Eine militärhistorische Führungsübung zum Thema „Der Kessel von Halbe“

"Mit einem fachkundigen Vortrag von Gerd-Ulrich Herrmann, dem Veranstalter von „Geschichte erinnern am historischen Ort“, bekam die Gruppe am ersten Tag wichtige Fakten zum Kriegsgeschehen im Winter und Frühjahr 1945 – zunächst theoretisch. Im Anschluss begab sich die Gruppe gemeinsam mit Herrmann zu den historischen Orten und erfuhr weitere Einzelheiten zur taktischen Vorgehensweise der kämpfenden Einheiten. An insgesamt vier Standorten erläuterte Herrmann nicht nur die Bildung des Kessels, sondern er ging ebenso auf die Planung und Durchführung der Ausbruchsversuche ein. Zum Abschluss führte Gerd-Ulrich Herrmann die Thüringer Soldaten zum Waldfriedhof von Halbe, wo im Eingangsbereich Tafeln mit Erinnerungen von Zeitzeugen die Ereignisse von damals anschaulich dokumentieren. Dort legten die Teilnehmer der Übung zum Gedenken an die Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaft einen Kranz nieder."

Quelle: Landeskommando Thüringen


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Schweizerische Gesellschaft für militärhistorische Studienreisen
Reisebericht aus dem Jahr 2015
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Festungsmuseum Küstrin
Schreiben_29.01.2016.pdf
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Abschied aus dem Berufsleben
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(Foto: Gemeinde Słońsk)
(Foto: Gemeinde Słońsk)

 Am 16. Mai 2016 dankte der Bürgermeister von Słońsk, Herr Janusz Krzyśków, für die jahrelange sehr enge Zusammenarbeit zwischen der Gedenkstätte Seelower Höhen und der Gemeinde. Der kleine Empfang fand anlässlich der Verabschiedung des langjährigen Leiters der Gedenkstätte statt. Beide Seiten äußerten den Wunsch auf die Weiterführung der gemeinsamen Zusammenarbeit. Nach der Realisierung der  Projekte "Neugestaltung des Erinnerungsortes - Muzeum Martyrologii w Słońsku" sollen nun Jugendbegegnungen im Rahmen der politisch-historischen Bildung im Mittelpunkt stehen.